Manch einer kennt den Brauch aus Kindertagen und auch heute werden noch immer gerne Wunderkerzen an den Weihnachtsbaum gehängt um dann als Highlight mit vielen AHs und OHs aus Kindermund abgebrannt zu werden.
Aber Vorsicht! Aus den Staunenausrufen kann bald Wehklagen werden. Dann nämlich, wenn etwas schiefgeht und aufgrund der entzündeten Wunderkerzen ein Brand entsteht. Dann kann nämlich die Versicherung nach neuester Rechtsprechung guter Dinge sein, um eine Zahlung herumzukommen.
Im verhandelten Fall haben die Wunderkerzen das trockene Moos in einer Weihnachtskrippe unterhalb des Baums in Brand gesteckt und letztlich wurde das ganze Zimmer zerstört, ein Schaden von 16.000 Euro etwa entstand. Der Fall kam vor Gericht und das Landgericht Offenburg kam zum Ergebnis, daß die Versicherung nicht zahlen muß.
Begründung: Auf den Packungen der Wunderkerzen stehe der Hinweis, daß Wunderkerzen nur im Freien verwendet werden dürfen, somit das Anzünden der Wunxderkerzen am Baum im Zimmer grob fahrläßig sei.
Also, besser keine Wunderkerzen mehr im Hausinneren anzünden.
Landgericht Offenburg AZ.: 2 O 197/02
08.12.2008
KSTA v. 8.12.2008
Lichterketten
Alle Jahre wieder finden sich überall die Lichterketten, je mehr, desto besser. Da kann in Zeiten steigender Energiepreise die Haushaltskasse schnell mal stärker belastet werden, als erwartet - je nach Leuchtdauer und Anzahl der Lichter. Zum Beispiel verbraucht eine etwa 10 Meter lange Lichterkette bei einem angenommen Strompreis von zwanzig Cent je Kilowattstunde und einem Verbauch von 16 Watt den laufenden Meter in sechs Wochen schnell dreißig Euro und mehr.
Deutlich sparsamer sind da die modernen LED-Ketten, die es seit einigen Jahren zu kaufen gibt. Mittlerweile ist weiß eine gängige Farbe, auch wenn es nicht ganz an das "natürlichere" Licht von Glühlämpchen herankommt. Zehn Meter einer LED-Kette kommen auf etwa 6 Euro, doch eine deutliche Ersparnis, da amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis schnell, zumal die Lebensdauer einer LED-Kette um ein vielfaches höher ist, als die einer herkömmlichen Lichterkette.
Auch mit winterlichen Temperaturen kommt die LED-Kette bestens klar, bis etwa -20 Grad.
Ganz sparsam sind natürlich die Ketten, die mit Solarzellen betrieben werden. Außer den Anschaffungskosten und ab und an ein Satz neuer Akkus verursachen diese Lichterketten gar keine laufenden Kosten mehr. Ein kleiner Nachteil soll hierbei nicht verschwiegen werden: Scheint die Sonne nicht den ganzen Tag, dann ist die Leuchtdauer im Winter nicht gar so lang. Vor Weihnachten hilft da ein Aufladen der Akkus mit einem herkömmlichen Ladegerät, dann brennt an Weihnachten die Beleuchtung bestimmt. Bastler hängen einfach ein größeres Solarpanel dran, dann reichts auch im trüben Wetter.
Einige Beispiele zum bestellen:
LED-Lichterkette für Innen und Außen mit 40 bzw. 80 LEDs Klick
Öko ist ja in, mehr denn je, auch wenn in diesen wirtschaftlich schlechten Zeiten wieder mehr Leute auf Bio verzichten wollen, bzw. eher müssen. Wie auch immer, wer auch beim Weihnachtsbaum ökologisch handeln möchte, der kann sich zum Beispiel an die regionalen Förster wenden. In aller Regel gibt es im (Forst)Wald keine Spritzungen bzw. Kunstdüngungen.
Wer sich beim Kauf nach den diversen (Öko-)Siegeln richtet, der liegt auch auf der sicheren Seite. Zum Beispiel das FSC-Siegel steht für nachhaltige Baumverwertung, ebenfalls die ökologisch agierenden Betriebe Naturland, Bioland, Demeter, wobei die jeweils einzuhaltenden Richtlinien schon abweichen, sprich mal mehr, mal weniger streng sind.
Bei Robinwood gibt es auch einiges interessantes zum Thema Wald im allgemeinen und zum Weihnachtsbaum im speziellen, außerdem eine Liste, wo es Ökoweihnachtsbäume gibt (aus 2007): Klick
24.11.2008
Weihnachtsbäume wieder teurer
Wie auch im letzten Jahr, Weihnachtsbäume werden teurer
Nach Schätzungen des Landesverband Gartenbau NRW werden die zur Zeit wegen ihrer weichen Nadeln und der langen Haltbarkeit ziemlich beliebten Nordmanntannen etwa 1 bis 2 Euro je laufenden Meter teurer werden. Verantwortlich seien dafür, wie auch schon im letzten Jahr, die massiven Flächenstillegungen in Dänemark.
Natürlich spielen aber auch die steigenden Kosten für Energie und Dünger eine Rolle (auch wenn die Energiepreise jetzt wieder sinken, für die aktuelle Ernte ist das zu spät).
Um die 35 Euro im Schnitt kann man bei einer Zwei-Meter-Nordmanntanne rechnen. Fichten sind da deutlich preiswerter zu erstehen.
Übrigens, hätten Sie es gewußt? NRW ist der größte Weihnachtsbaumlieferant in Deutschland, das Hauptanbaugebiet ist das schöne Sauerland...